mehr Infos neu auf unserer Facebook Seite Jagdverein Klosters und auch auf Instagram #jagdverein_klosters


Hegen und Pflegen - dies das Motto unseres Vereins! Der Jägerverein Klosters engagiert sich bei winterlichen Lenkungsmassnahmen, Rehkitzrettung und verschiedenster Arten der Biotophege.


Projekt: Rehkitzrettung


Der Jägerverein Klosters engagiert sich beim Projekt Rehkitzrettung mit Wärmebildkameras. 

Verschiedene Jäger sind momentan als Drohnenpiloten  im Einsatz. Mehr Bildmaterial dazu auf unseren Social-Media-Kanälen (#jagdverein_klosters und auf Facebook: Jagdverein Klosters)


Artikel Klosterser Zeitung zu den Erfahrungen mit dem Drohnenrettungs-Projekt

 

Drohnen und Kitze

 

Rehgeissen verstecken ihre frisch geborenen Kitze im Gras. Bei heranrückender Gefahr ducken sie sich; Fluchtverhalten ist ihnen am Anfang ihres Lebens noch fremd.

Mäht der Landwirt seine Wiesen bedeutet das folglich oft der Tod. Traditionelle Methoden wie Wiesen verblenden, haben sich durchaus bewährt – nichts desto trotz sind sie keine Garantie den Mähtod zu vermeiden. Der Einsatz von Drohnen kann hier Abhilfe schaffen. So entschieden sich die Klosterser Jäger gemeinsam mit der Wildhut für das Drohnenprojekt, welches letztes Jahr erfolgreich im Engadin eingeführt wurde: Modernste Drohnen ausgestattet mit Wärmebildkameras sind so heuer auf den Wiesen von Klosters-Serneus-Saas getestet worden und die Resultate dieser Methode sind äusserst erfreulich: 18 Rehkitze wurden von den Jäger gemeinsam mit den Bauern gerettet.

Die Landwirte wurden in einem Rundschreiben und durch die Klosterser Zeitung vom neuen Angebot informiert.  Über eine speziell eingerichtete Hotline konnten die Bauern ein Drohnenteam anfordern.

Freiwillige Jäger wurden speziell für diese Einsätze ausgebildet. Gemeinsam mit Wildhüter Stefan Rauch liess man zu früher Morgenstunde und während der späten Dämmerung die Wiesen mit Fluggeräten abfliegen. Ortete die Wärmebildkamera ein Jungtier, konnte dieses geborgen werden.

Diese Dienstleistung erfolgte kostenlos. Das erste Echo der Landwirtschaft war positiv und folglich gilt es anzunehmen, dass sich die Nachfrage nach diesem Service vergrössern wird. Dies stellt den Jagdverein aber vor logistische, finanzielle und personelle Herausforderungen: Da die Wiesen nur zu Randzeiten überflogen werden können, starteten die Drohnenteams jeweils um 04:30 Uhr morgens ihre Einsätze; spätabends ging es dann wieder weiter – lange Tage, insbesondere für berufstätige Jäger. Insgesamt sind diese Drohenteams 70mal ausgerückt! Glücklicherweise konnte man aber auf tatkräftige Unterstützung einiger Pensionäre zählen – ohne sie wäre es wohl kaum möglich gewesen, das Projekt so erfolgreich umzusetzen. Schwierig gestaltet sich ausserdem die zeitliche Koordination: Bei gutem Heuwetter stieg die Nachfrage nach Drohnen exponentiell. Unsere Anzahl Freiwilliger und auch Drohnen ist aber limitiert.

 

Das Fazit des Drohnenprojekts ist positiv. Steigt aber die Nachfrage nach dieser Dienstleistung, ist sie mit den aktuellen Ressourcen nicht handhabbar – es braucht mehr Freiwillige (es müssen nicht nur Jäger sein!), Drohnen und finanzielle Mittel. Es werden in naher Zukunft Gespräche stattfinden, um die ersten Erfahrungen des Drohnenprojekts und seine Zukunft zu diskutieren. Der Jägerverein möchte sich bei seinen Drohnenteams, Wildhüter Stefan Rauch und den Bauern für die erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken. Gemeinsam geht es ringer!


Biotophege